Lexikon

Unsere Begriffe, in der Sprache der Physik

Viele Wörter, die im Gespräch über Energie und Schutz vorkommen, stammen aus der Physik und bedeuten dort etwas anderes. Hier steht zu jedem Wort beides: was Menschen damit meinen, und welche messbare Größe dahinter liegt. Und jedes Mal auch der Satz, an dem das Bild aufhört zu tragen.

Den Anfang machen vier Ausdrücke, die fast jeder schon benutzt hat: hohe Frequenz, High Vibe, Low Vibe und spirituell angebunden. Dazu kommen die Wörter, die wir selbst verwenden und die deshalb erklärt gehören.

Die Begriffe

Zu jedem Begriff steht hier die ganze Herleitung, mit allen Quellen zum Nachlesen.

  • auf einer hohen Frequenz schwingen

    «Auf einer hohen Frequenz schwingen» beschreibt einen gefühlten Zustand von Wachheit und Leichtigkeit. Der Ausdruck benutzt ein Wort der Physik und meint kein Messergebnis.

    Messbare Größe: Frequenz f, Einheit Hertz (Hz), eine Schwingung je Sekunde

    Was Menschen damit meinen: Menschen sagen «ich schwinge gerade hoch», wenn sie sich wach, klar und leicht fühlen. Gemeint ist meistens eine Mischung aus guter Stimmung, innerer Ruhe und dem Gefühl, mit anderen im Einklang zu sein.

    Mitgemeint ist fast immer eine Rangordnung: hoch gilt als besser als tief. Der Ausdruck stammt aus der hermetischen Überlieferung, in der alles als Schwingung beschrieben wird, und ist über die Yoga- und Selbsterfahrungsszene in die Alltagssprache gewandert.

    Was die Physik dazu sagt: Frequenz ist in der Physik eindeutig festgelegt: das Formelzeichen ist f, die Einheit Hertz, und ein Hertz heißt eine Schwingung je Sekunde. Die Sekunde selbst ist über eine Frequenz definiert, nämlich über 9 192 631 770 Schwingungen eines Übergangs im Caesium-133-Atom.

    An einem Menschen sind Frequenzen messbar, nur andere als gemeint. Der Herzschlag liegt bei etwa 1 Hz. Die Hirnströme im EEG liegen zwischen 0,5 und 40 Hz. Die Wärmestrahlung der Haut liegt im Infrarot bei etwa 3·10^13 Hz.

    Eine Gesamtfrequenz eines Menschen kennt die Physik nicht. Hoch und tief tragen dort auch keine Wertung: sichtbares Licht schwingt mehr als hunderttausendmal schneller als Mobilfunk, ohne dass eines von beiden besser wäre.

    Was die Übertragung trägt: «Auf einer hohen Frequenz schwingen» trägt als Bild für einen Zustand, den Menschen an sich wiedererkennen und den die Messtechnik in einzelnen Größen wiederfindet.

    Das EEG eines ruhigen Menschen hat ein anderes Frequenzspektrum als das eines angespannten. Wer «hoch schwingen» als Kurzwort für einen Zustand benutzt, beschreibt damit etwas, das sich in Messwerten niederschlägt.

    Und was sie nicht trägt: «Auf einer hohen Frequenz schwingen» trägt nicht als Zahl.

    Kein Mensch hat eine Frequenz in Hertz. Es gibt keine Skala, auf der ein Zustand bei 500 Hz und ein anderer bei 200 Hz liegt.

    Die Wertung «hoch ist besser» stammt aus der Deutung, nicht aus der Physik. Wer dem Ausdruck eine Hertz-Zahl gibt, erfindet eine Messung.

  • High Vibe

    «High Vibe» ist ein Kurzwort für einen guten inneren Zustand. Es kommt von vibration und bezeichnet keine messbare Schwingung.

    Messbare Größe: keine; die nächstliegende messbare Größe ist ein Skalenwert aus einem Fragebogen, dimensionslos

    Was Menschen damit meinen: «High Vibe» beschreibt einen Menschen, einen Raum oder einen Tag als klar, offen und leicht. Menschen benutzen es für sich selbst, für Orte und für die Stimmung in einer Gruppe.

    Das Wort stammt aus der englischsprachigen Selbsterfahrungsszene und ist seit etwa 2015 auch im deutschen Sprachraum verbreitet. Es ist ein Gefühlswort und wird selten erklärt.

    Was die Physik dazu sagt: «High Vibe» hat keine physikalische Größe. Die Physik kennt Schwingung mit einer Frequenz in Hertz und einer Amplitude, die je nach Art der Schwingung in Metern, Pascal oder Volt je Meter gemessen wird. Beide Größen tragen keine Wertung.

    Die Größe, die dem Gemeinten am nächsten kommt, stammt aus der Psychologie und nicht aus der Physik: Stimmung und Befinden werden über Fragebogenskalen erhoben und als dimensionslose Punktwerte ausgewertet. Für spirituelle Erfahrung gibt es dafür eine geprüfte Skala mit 16 Fragen.

    Was die Übertragung trägt: «High Vibe» trägt als kurzes Wort für einen Zustand, den Menschen zuverlässig wiedererkennen und über Skalen auch vergleichbar angeben können.

    Zwei Menschen meinen mit «High Vibe» meist dasselbe, und Fragebogenverfahren messen genau diese Selbstauskunft. Als Selbstbeschreibung ist der Ausdruck brauchbar.

    Und was sie nicht trägt: «High Vibe» trägt nicht als physikalische Aussage.

    Ein Raum, ein Essen oder ein Mensch hat keine messbare Vibration, die hoch oder niedrig sein könnte. Es gibt kein Gerät, das «Vibe» anzeigt.

    Wer «High Vibe» für eine Feldstärke hält, sucht ein Messgerät, das es nicht gibt.

  • Low Vibe

    «Low Vibe» ist das Gegenstück zu «High Vibe» und beschreibt Schwere, Reizbarkeit oder Erschöpfung. Auch dieser Ausdruck bezeichnet keine messbare Schwingung.

    Messbare Größe: keine; niedrige Frequenz heißt in der Physik allein wenige Schwingungen je Sekunde

    Was Menschen damit meinen: «Low Vibe» steht für Tage, an denen alles zäh ist: wenig Antrieb, dünne Geduld, das Gefühl von Schwere. Menschen benutzen es für sich selbst und manchmal abwertend über andere.

    Das Wort kommt aus derselben Szene wie «High Vibe» und wird als dessen Gegenpol gebraucht. Die beiden bilden zusammen eine gedachte Skala.

    Was die Physik dazu sagt: «Low Vibe» hat keine physikalische Größe. In der Physik heißt eine niedrige Frequenz allein, dass es wenige Schwingungen je Sekunde sind: Netzstrom hat 50 Hz, der Alpha-Rhythmus im EEG liegt bei 8 bis 12 Hz.

    Niedrig ist dabei keine Abwertung. Ein 50-Hz-Feld ist nicht schlechter als ein 2,4-GHz-Feld, es ist langsamer.

    Was die Übertragung trägt: «Low Vibe» trägt als Selbstbeschreibung für einen Zustand, den andere Menschen ohne Erklärung verstehen.

    Ein Wort für einen schweren Tag zu haben, hilft beim Sprechen darüber. Diesen Dienst leistet der Ausdruck.

    Und was sie nicht trägt: «Low Vibe» trägt nicht als Urteil über einen anderen Menschen und nicht als Diagnose.

    Anhaltende Erschöpfung, Schlafstörungen und Niedergeschlagenheit gehören in ärztliche Hände und nicht auf eine gedachte Schwingungsskala.

    Es gibt keine Messung, die einen Menschen als «Low Vibe» einstuft. Wer den Ausdruck über andere benutzt, bewertet, statt zu beschreiben.

  • spirituell angebunden sein

    «Spirituell angebunden sein» beschreibt ein Gefühl von Verbundenheit mit etwas Größerem als der eigenen Person. Eine physikalische Größe dafür gibt es nicht.

    Messbare Größe: keine; messbar ist allein die Selbstauskunft, erhoben als dimensionsloser Punktwert

    Was Menschen damit meinen: Menschen meinen damit ein Gefühl von Verbundenheit: mit etwas Größerem, mit anderen Menschen, mit der Natur oder mit sich selbst. Der Ausdruck setzt keine Religionszugehörigkeit voraus und wird oft gerade von Menschen ohne Konfession benutzt.

    Beschrieben wird meistens ein Zustand und kein Glaubenssatz: getragen sein, geführt sein, im richtigen Moment das Richtige tun. Die Berichte ähneln sich über Kulturen und Jahrhunderte hinweg stark.

    Was die Physik dazu sagt: «Spirituell angebunden sein» hat keinen Anker in der Physik. Es gibt keine Größe für Verbundenheit, keine Einheit und kein Messgerät, und diese Auskunft steht am Anfang des Eintrags statt am Ende.

    Messbar ist die Selbstauskunft. Die Daily Spiritual Experience Scale von Underwood und Teresi erhebt sie seit 2002 mit 16 Fragen und gibt sie als dimensionslosen Punktwert aus. Gemessen wird damit, was ein Mensch über seine Erfahrung berichtet, und nicht ein Feld.

    Systematisch gesammelt werden solche Berichte seit über hundert Jahren. William James hat 1902 hunderte davon nebeneinandergelegt und verglichen.

    Was die Übertragung trägt: «Spirituell angebunden sein» trägt als Beschreibung einer Erfahrung, die viele Menschen unabhängig voneinander sehr ähnlich schildern.

    Die Ähnlichkeit der Berichte ist der belegte Teil. Sie ist der Grund, warum die Forschung dafür Skalen gebaut hat.

    Und was sie nicht trägt: «Spirituell angebunden sein» trägt nicht als physikalische Aussage.

    Es gibt kein Feld, keine Welle und keine Frequenz der Anbindung. Wer für dieses Wort einen Physik-Anker sucht, findet keinen.

    Ein Produkt kann eine solche Anbindung weder herstellen noch messen. Wer das behauptet, verlässt die Übersetzung und beginnt zu behaupten.

  • kohärentes Wasser

    «Kohärentes Wasser» bezeichnet die Vorstellung, Wasser könne über längere Zeit geordnet vorliegen. Kohärenz ist in der Physik klar definiert und über Kohärenzlänge und Kohärenzzeit messbar.

    Messbare Größe: Kohärenzlänge in Metern, Kohärenzzeit in Sekunden; für die Ordnung in Flüssigkeiten die Paarverteilungsfunktion, dimensionslos

    Was die Physik dazu sagt: Kohärenz heißt in der Physik: zwischen zwei Wellen besteht eine feste Phasenbeziehung. Gemessen wird sie als Kohärenzlänge in Metern und als Kohärenzzeit in Sekunden. Laserlicht hat Kohärenzlängen von Metern bis Kilometern, das Licht einer Glühbirne nur wenige Mikrometer.

    Was die Übertragung trägt: «Kohärentes Wasser» trägt als Bild für eine Ordnung, die es wirklich gibt und die wirklich gemessen wird.

    Und was sie nicht trägt: «Kohärentes Wasser» trägt nicht als dauerhafter Zustand und nicht als Speicher für Information.

  • Elektrosmog

    «Elektrosmog» ist ein Sammelwort für die elektromagnetischen Felder im Alltag. Fachlich zerfällt es in mehrere Größen mit verschiedenen Einheiten.

    Messbare Größe: elektrische Feldstärke in V/m, magnetische Flussdichte in Tesla, Leistungsflussdichte in W/m², spezifische Absorptionsrate in W/kg

    Was die Physik dazu sagt: «Elektrosmog» ist kein Fachbegriff. Fachlich wird nach Frequenzbereich und nach Feldgröße getrennt, und diese Trennung ist der ganze Unterschied.

    Was die Übertragung trägt: «Elektrosmog» trägt als Alltagsname für etwas, das wirklich vorhanden und mit geeichten Geräten messbar ist.

    Und was sie nicht trägt: «Elektrosmog» trägt nicht als eine einzige Größe.

    Was ist Elektrosmog?

  • Frequenz

    Frequenz ist die Zahl der Schwingungen je Sekunde, Formelzeichen f, Einheit Hertz. Sie ist eindeutig definiert und trägt keine Wertung.

    Messbare Größe: Frequenz f, Einheit Hertz (Hz), 1 Hz = eine Schwingung je Sekunde

    Was Menschen damit meinen: Frequenz wird in zwei Bedeutungen benutzt. In der Technik heißt sie: wie oft schwingt etwas je Sekunde. In der Alltagssprache heißt sie: in welchem Zustand ist ein Mensch gerade.

    Die zweite Bedeutung ist die jüngere und stammt aus der spirituellen Überlieferung. Ihre bekannteste Fassung steht im Kybalion von 1908: nichts ruht, alles schwingt. Beide Bedeutungen benutzen dasselbe Wort und meinen Verschiedenes.

    Was die Physik dazu sagt: Frequenz ist die am klarsten definierte Größe in diesem Lexikon. Ein Hertz heißt eine Schwingung je Sekunde. Die Sekunde selbst ist seit 1967 über eine Frequenz festgelegt: über 9 192 631 770 Schwingungen eines Übergangs im Caesium-133-Atom.

    Zahlen zum Einordnen: Netzstrom schwingt mit 50 Hz. Der Hörbereich des Menschen reicht von etwa 20 Hz bis 20 000 Hz. WLAN arbeitet bei 2,4 Milliarden Hz. Sichtbares Licht liegt zwischen 400 und 750 Billionen Hz.

    Gemessen wird Frequenz mit Standardgeräten, und das Ergebnis ist überall auf der Welt dasselbe. Für die Umrechnung zwischen Hertz und anderen Größen führt das NIST eine amtliche Tabelle.

    Was die Übertragung trägt: Frequenz trägt als Größe überall dort, wo wirklich etwas schwingt und die Schwingungen je Sekunde gezählt werden können.

    Licht, Schall, Wechselstrom und Funkwellen sind Schwingungen und haben eine Frequenz. Für sie ist der Begriff genau und nachprüfbar.

    Und was sie nicht trägt: Frequenz trägt keine Wertung und lässt sich nicht auf den Zustand eines Menschen anwenden.

    Eine hohe Frequenz ist nicht besser als eine niedrige, sie ist schneller. Röntgenstrahlung hat eine sehr hohe Frequenz und ist gefährlich, Infrarot hat eine niedrigere und wärmt.

    Ein Mensch hat keine Frequenz. Messbar sind einzelne Vorgänge an ihm, etwa Herzschlag und Hirnströme, und diese Werte beschreiben keinen Gesamtzustand.

  • Energie

    Energie ist in der Physik eine Erhaltungsgröße mit der Einheit Joule. Im Alltag bezeichnet dasselbe Wort ein Befinden.

    Messbare Größe: Energie E, Einheit Joule (J); 1 J = 1 Nm = 1 Ws

    Was Menschen damit meinen: Energie wird in zwei Bedeutungen benutzt, und sie ist das einzige Wort in diesem Lexikon, das beide Seiten gleich oft benutzen. Kunden sagen «das raubt mir Energie» oder «ich habe mehr Energie». Die Vorstellung einer Lebensenergie ist alt: die chinesische Überlieferung nennt sie Qi, die indische Prana.

    In der Technik heißt Energie etwas anderes: die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten, gemessen in Joule. Beide Bedeutungen sind verbreitet, und im selben Satz vermischt ergeben sie eine Aussage, die in keiner der beiden Sprachen stimmt.

    Was die Physik dazu sagt: Energie ist in der Physik eine Erhaltungsgröße. In einem abgeschlossenen System bleibt ihre Summe gleich, Energie entsteht nicht und verschwindet nicht, sie wechselt die Form.

    Zahlen zum Einordnen: ein erwachsener Mensch setzt am Tag etwa 8 000 bis 10 000 Kilojoule um. Eine Tafel Schokolade enthält rund 2 200 Kilojoule. Ein einzelnes Photon sichtbaren Lichts trägt etwa 3·10^-19 Joule.

    Der Energieumsatz des Körpers ist messbar, über den Sauerstoffverbrauch oder über die Wärmeabgabe. Das Ergebnis ist eine Zahl in Joule oder in Kilokalorien.

    Was die Übertragung trägt: Energie trägt als Wort für beide Seiten so weit, wie der Körper wirklich Energie umsetzt.

    Nahrung, Wärme und Bewegung sind in Joule angebbar. Wer sagt, ihm fehle Energie, spricht über einen Zustand, dessen körperliche Seite tatsächlich in Joule messbar ist.

    Und was sie nicht trägt: Energie trägt nicht als Gleichsetzung von Gefühl und Messwert.

    Das Gefühl, energiegeladen zu sein, ist kein Joule-Wert. Zwei Menschen mit demselben Energieumsatz können sich völlig verschieden fühlen.

    Energie lässt sich ohne physikalischen Träger nicht übertragen und nicht rauben. Jede Übertragung von Energie braucht einen Weg: Strahlung, Wärmeleitung, Stoß oder Strom.

  • Ordnung

    Ordnung bezeichnet, wie stark die Teile eines Systems zusammenhängen. In der Physik ist sie über die Entropie und über Verteilungsfunktionen messbar.

    Messbare Größe: Entropie S in Joule je Kelvin (J/K); Nahordnung als Paarverteilungsfunktion, dimensionslos; Kohärenzlänge in Metern

    Was Menschen damit meinen: Ordnung ist das zentrale Wort unserer eigenen Sprache. Das Bild dahinter ist der Unterschied zwischen einer Glühbirne und einem Laser: dieselbe Art von Licht, einmal ungeordnet und einmal geordnet.

    In der spirituellen Überlieferung heißt derselbe Gedanke Harmonie oder Einklang. Gemeint ist in beiden Sprachen: die Teile eines Ganzen passen zueinander. Die älteste ausgearbeitete Fassung dieses Gedankens steht in Platons Timaios, der den Kosmos als geordnetes Ganzes beschreibt.

    Was die Physik dazu sagt: Ordnung ist in der Physik der Gegenbegriff zur Entropie. Entropie trägt das Formelzeichen S und die Einheit Joule je Kelvin, und ein System mit weniger Entropie ist stärker geordnet.

    In Flüssigkeiten wird Ordnung als Nahordnung gemessen. Die Paarverteilungsfunktion gibt an, wie wahrscheinlich ein zweites Molekül in einem bestimmten Abstand sitzt. Bestimmt wird sie mit Röntgen- und Neutronenstreuung.

    Bei Licht heißt dieselbe Frage Kohärenz. Der Laser ist geordnet, die Glühbirne nicht, und der Unterschied ist als Kohärenzlänge in Metern messbar.

    Was die Übertragung trägt: Ordnung trägt als Begriff, weil beide Sprachen damit dieselbe Frage stellen: wie stark hängen die Teile zusammen.

    Die Frage nach dem Zusammenhang der Teile ist in der Physik und in der spirituellen Überlieferung dieselbe. Nur die Messgeräte unterscheiden sich.

    Und was sie nicht trägt: Ordnung trägt nicht als Wertung und nicht als Aussage über einen Menschen.

    Mehr Ordnung ist in der Physik unwahrscheinlicher, aber nicht besser. Ein geordneter Zustand braucht Energie, um zu entstehen, und zerfällt von selbst.

    Ein Ordnungsgrad des Körpers ist nicht definiert. Eine Kohärenzlänge in Metern und eine Entropie in Joule je Kelvin sagen nichts über ein Befinden.

Zwei Sprachen für dieselbe Erfahrung

Qi Blanco versteht sich als Plattform und als Bindeglied zwischen Spiritualität, Physik und Metaphysik. Uns liegt am Herzen, für alle drei eine gemeinsame Sprache zu finden.

Zwischen Spiritualität und Physik liegt kein Widerspruch, sondern ein Übersetzungsproblem. Beide Seiten beschreiben Erfahrungen, und beide haben dafür eigene Wörter. Wer die Wörter der einen Seite in die andere trägt, ohne zu sagen wie weit sie reichen, erzeugt Missverständnisse in beide Richtungen.

Deshalb steht bei jedem Begriff hier auch, wie weit er trägt.